Periodenarmut: Was ist das und was können wir tun?

Wie war deine erste Periode? Ich erinnere mich an den Schrecken, meine in der Schule bekommen zu haben, als ich elf Jahre alt war. Obwohl dies völlig normal ist, fühlte ich mich zu der Zeit von meinem Körper betrogen - kaum jemand, die*den ich kannte, hatte bereits die Periode begonnen.

Es hätte aber noch viel schlimmer kommen können. Ich hatte Zugang zu Binden und schaffte es, mich zurechtzufinden, ohne meine Kleidung zu beschmutzen, nach Hause gehen zu müssen und meinen Unterricht zu verpassen. Tatsächlich hatte ich mein ganzes Leben lang immer das, was ich brauchte, um meine Perioden richtig zu behandeln.

Wenn nur jede*r, der*die menstruiert, dasselbe sagen könnte.

Eine Million Menschen können sich Sanitärprodukte nicht leisten

Das ist Periodenarmut und es ist weit verbreitet.

Diejenigen, die menstruieren und in Ländern der Dritten Welt leben, sind am schlimmsten betroffen.

In Kenia zum Beispiel (eines der ärmsten Länder der Welt) können sich 65% der Frauen und Mädchen keine Periodenprodukte leisten. Die Konsequenz?

Millionen von Menschen verpassen wichtige Gelegenheiten wie eine Ausbildung zu erhalten. Während einige sogar Sex gegen Binden und Tampons tauschen, erhalten zwei von drei Bindenbenutzerinnen im ländlichen Kenia ihre Produkte von Sexualpartnern.

'Ein Privileg'

Gabby Edlin verrät auch, wie sich Periodenarmut auf die Menschen in Bangladesch auswirkt. In ihrem Buch It's Only Blood erklärt sie, wie es Millionen menstruierender Textilarbeiterinnen gibt, die eine Handvoll "Joot" in die Hose stecken müssen - kleine Stoffreste, die auf dem Boden der Fabriken landen. Schlimmer noch, sie müssen normalerweise ihre Joots mit schmutzigem Wasser und ohne Seife waschen, was ihre Gesundheit gefährdet.

Dies liegt daran, dass Binden in Bangladesch als Luxusprodukt angesehen werden. "Etwas, das die Reichen sich gönnen können, und keine Notwendigkeit für jene, die menstruieren", sagt Edlin. Die Preise für Binden liegen daher über dem, was sich eine Arbeiterin leisten kann, und zwingen sie, auf das Undenkbare zurückzugreifen.

Näher an Zuhause

Dies ist nicht nur in Ländern wie Kenia und Bangladesch ein Problem. Im vergangenen Jahr haben in Großbritannien 137.000 Kinder die Schule verpasst, weil sie keinen Zugang zu Binden oder Tampons hatten. Für eine Person führte dies tatsächlich zu Obdachlosigkeit.

Periodenarmut ist auch in Amerika eine Sache. Laut dem US Census Bureau leben in den USA 39,7 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze, Menstruationsprodukte sind jedoch nicht durch Lebensmittelmarken abgedeckt.

Außerdem wurde berichtet, dass eine*r in fünf Amerikaner*innen die Schule wegen mangelnden Menstruationsschutzes verpasst hat. Wie wütend macht uns das? Denk an Ross von Friends, wenn ein Mitarbeiter sein Sandwich isst (aber mal eine Million).

Was können wir tun, um die Periodenarmut zu überwinden?

Periodengespräch normalisieren

Die Hälfte der Gründe für die Periodenarmut sind schädliche Ansichten. Viele sehen die Menstruation als "schmutzig" oder "beschämend" an. Dies macht es für viele Menschen schwierig, über ihre Periode zu sprechen und Unterstützung zu erhalten, wenn sie diese brauchen.

Es ist Zeit, Tabu zu verwerfen und ins Gespräch zu kommen. Du wirst andere dazu ermutigen, sich weniger beschämt zu fühlen, wenn Periodengespräche normalisieren, was natürlich ist. Dies trennt auch die Tatsache von der Fiktion, die Menschen dabei hilft, gesündere und liebevollere Beziehungen zu ihrem Körper zu pflegen - eine notwendige Zutat für das Glück.

Verwende die Hashtags #PeriodPoverty und #PeriodPositivity

Wenn es irgendetwas gibt, was uns die Bewegungen #MeToo und #BlackLivesMatter beigebracht haben, dann können soziale Medien das Leben auf kraftvolle Weise beeinflussen.

Mit den Hashtags #periodpoverty und #periodpositivity kannst du die richtigen Botschaften rund um die Menstruation ansprechen und diese Gespräche am Leben erhalten. Dies trägt dazu bei, das Bewusstsein für Themen wie Periodenarmut zu schärfen, die Online-Welt aufzuklären und andere zur Hilfe zu bewegen.

Unterstütze Wohltätigkeitsorganisationen (wenn du kannst!)

Ein paar Klicks auf Google helfen dir dabei, gemeinnützige Organisationen in deiner Nähe zu finden. Einige tolle internationale Organisationen sind:

Unabhängig davon, ob du Geld spenden oder eine Kampagne in sozialen Medien teilen möchtest, deine Hilfe wird einen langen Weg zurücklegen.

Wir haben uns mit einigen Organisationen zusammengetan, um bei der Lösung periodenbezogener Probleme auf der ganzen Welt zu helfen. Indem Lunette Kunden und Kundinnen in unsere Produkte investieren, tragen sie dazu bei, unsere Unterstützung zu erweitern.

Lokale Lebensmitteltafeln und Obdachlosenheime sind auch großartige Orte, die man ansprechen und direkte Spenden geben kann. Schließlich sind die Bedürftigen oft näher an uns als wir denken.

Bleib informiert

Periodenarmut wird in einer Woche, einem Monat oder sogar einem Jahr nicht verschwinden - aber die Situation KANN sich verbessern. Dies ist jedoch nur möglich, wenn wir weiterhin fürsorglich bleiben und Aufmerksamkeit erhöhen.

Wenn dies etwas ist, das in dir ein Feuer entzündet, bleibe auf dem Laufenden. Lies weiter über Periodenarmut, erweitere dein Verständnis und checke regelmäßig deine bevorzugten Wohltätigkeitsorganisationen.

Wenn du weiter lernst, kannst du mehr tun. Und mit frischen Augen kannst du Stigmatisierungen auf kreative und brillante Weise ausmerzen.

Etwas, das du jetzt tun kannst!

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